Vorsorgliche Beweissicherung

Rissprotokolle

Vor Beginn der Bauarbeiten

Risserfassung an Aussenfassaden, Bauwerken, Strassen- und Wegflächen, Vorplätzen und Innenräumen

Als neutrale Fachpersonen unterstützen wir die Bauherrschaft und alle am Bau beteiligten Planer und Unternehmer mit professionellen Beweisaufnahmen, Beweissicherungen, Rissprotokollen, und einem Schadenmanagement im Sinne der SIA Norm 118, Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten (Schutz benachbarter Anlagen und Bauten).

➤ Feststellung der Eigentümer der Nachbarliegenschaften

➤ Terminvereinbarung mit allen beteiligten Eigentümern / Mietern

➤ Rissaufnahme vor Baubeginn und bei Bedarf während und nach der Bautätigkeit

➤ Erfassung von Rissart, Risslage, Rissbreite und Risslänge gemäss der Schweizer Norm SN 640 312a

➤ Einholung der Unterschriften von den Beteiligten und im Idealfall anwesenden Grundeigentümervertretern zur gegenseitigen Anerkennung.

Erschütterungsmessungen während der Bauarbeiten

Für den Nachweis von möglichen Schäden durch Erschütterungen während der Bauarbeiten können während er Bauphase Erschütterungsmessungen durchgeführt werden.
Neue Technologien ermöglichen eine regelmäßige Übertragung der Messdaten per Mobiltelefon und automatische Alarmierung bei Überschreitung der Grenzwerte.
So soll sichergestellt werden, dass keine übermäßigen Erschütterungen auf die Nachbargebäude einwirken.

Schlusskontrolle nach Abschluss der Arbeiten

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird in der Regel eine Schlusskontrolle durchgeführt, um eventuell aufgetretene Schäden zu überprüfen. Hierbei wird das Rissprotokoll mit zusätzlich aufgetretenen Schäden verglichen, dokumentiert und von allen beteiligten Parteien durch Unterschrift anerkannt. Falls keine Schäden gemeldet wurden, wird in der Praxis oft auf eine Schlusskontrolle verzichtet. Es empfiehlt sich jedoch, auch in diesem Fall alle beteiligten Parteien transparent darüber zu informieren.

Warum Rissprotokolle unverzichtbar sind

Die Dokumentation von Rissen bei Bauarbeiten ist von entscheidender Bedeutung, um mögliche Schäden an umliegenden Gebäuden genau zu erfassen und zu überwachen.
Wenn in der Nähe eines Gebäudes Bauarbeiten durchgeführt werden, können Erschütterungen und Vibrationen dazu führen, dass Risse in den umliegenden Gebäuden entstehen.
Die meisten dieser Risse sind harmlos und haben keine Auswirkungen auf die Stabilität oder Integrität des Gebäudes. In einigen Fällen können jedoch Risse auftreten, die auf ein ernsthafteres Problem hinweisen.
Durch die Erstellung von Rissprotokollen können mögliche Schäden oder Mängel frühzeitig erkannt werden, bevor sie sich zu größeren Problemen entwickeln.
Rissprotokolle dokumentieren den Zustand des Gebäudes vor und während der Bauarbeiten sowie alle Veränderungen, die an den Rissen während der Bauarbeiten auftreten. Durch die regelmäßige Überwachung der Risse kann ein Sachverständiger feststellen, ob sich ein Riss verschlimmert oder ob es Anzeichen für eine Verformung oder Setzung des Gebäudes gibt. Rissprotokolle sind auch wichtig, um mögliche Schadensersatzforderungen zu unterstützen.
Zusammenfassend sind Rissprotokolle unverzichtbar, um die Auswirkungen von Bauarbeiten auf umliegende Gebäude genau zu dokumentieren und mögliche Schäden oder Mängel frühzeitig zu erkennen. Mit der regelmäßigen Überwachung von Rissen können mögliche Schäden frühzeitig erkannt werden, bevor sie sich zu größeren Problemen entwickeln. Darüber hinaus können Rissprotokolle als
Beweismittel bei Schadensersatzforderungen dienen und dabei helfen, mögliche Streitigkeiten zwischen den Parteien zu vermeiden.
Festgestellt werden Risse gemäss der Schweizer Norm SN 640 312a, Erschütterungen, Kapitel D  «Risse  und  Rissprotokolle».
Risse werden nur aufgenommen,  wenn sie aus einem Meter Distanz von blossem Auge erkennbar sind, was einer Rissbreite von zirka 0,05 mm entspricht. Dabei werden Risse an der Oberfläche und durchgehende Risse unterschieden und bezüglich ihrer Breite in fünf Klassen eingeteilt (feine Risse ≤ 0,2 mm bis klaffende Risse ≥ 3 mm).  
Auszug aus der SIA-Norm 118, Art. 111: Beweissicherung „Soweit es angezeigt ist, hält der Bauherr auf seine Kosten den Bestand und Zustand fremder Sachen (wie z.B. Grundstücke, Bauten, Verkehrswege…), die im möglichen Einflussbereich der Arbeiten liegen, noch vor deren Beginn zur Beweissicherung fest. Er beschafft sich die erforderlichen Beweismittel.“

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